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Erfahrungen nutzen Managed Care fördern
Unter diesem Titel haben wir am 21. August 2006 als Delegation
der Ärzteschaft mit Vertretern von FMH, VSAO, SGAM und Medix vor
der Gesundheitspolitischen Kommission des Ständerates zur laufenden
KVG-Revision Stellung genommen. Die Diskussion mit den Mitgliedern der
Kommission war sehr angeregt. Zwei Tage später konnten wir in der
Basler Zeitung lesen: «Die Gesundheitskommission des Ständerates
hat die Vorlage zur Aufhebung des Vertragszwanges sistiert. Stattdessen
sollen Ärztenetzwerke gefördert werden.»
Gerne erzählen wir die Geschichte
von Anfang an: Im April erteilte der Zentralvorstand den Auftrag, die
Position der FMH zur bevorstehenden KVG-Revision mit den Kernthemen «Vertragsfreiheit»
und «Managed Care» zu erarbeiten. Dabei kamen Vertreter der
Standespolitik mit Vertretern der schweizerischen Ärztenetzwerke
ins Gespräch. Das Resultat dieser Arbeit konnte im Juli abgeschlossen
und dem ZV in der Augustsitzung zur Genehmigung vorgelegt werden.
Uns hat der offene, konstruktive Geist,
mit dem an diesen Thesen gearbeitet wurde, tief beeindruckt. Wir freuen
uns über das Resultat, das Thesenpapier, das wir in dieser Ausgabe
der Schweizerischen Ärztezeitung vorstellen.
Das Gespräch führen
und gemeinsam umsetzen: Diese beiden Themen werden die nächsten Wochen
und Monate prägen. Die Arbeit an den Thesen sowie die ersten Diskussionen
über das Resultat waren positiv und ermutigend. Uns interessieren
die Kommentare unserer Mitglieder und die Diskussion mit den Vertretern
der Fach- und der Kantonalgesellschaften an der Ärztekammer vom Dezember,
die Rückmeldungen unserer Partner im Gesundheitswesen und diejenigen
aus der Öffentlichkeit.
Wir blicken auf zehn Jahre Entwicklung
von Managed-Care-Modellen in der Schweiz zurück, wir haben viel Erfahrung
in diesem Bereich gesammelt, können diese nutzen und das System weiterentwickeln.
Die Partner im Gesundheitswesen Politik, Patientinnen und Patienten,
Versicherer, wir Ärztinnen und Ärzte als Leistungserbringer
haben ihren Beitrag zu leisten. Die ersten Signale aus der Politik
stimmen uns positiv.
Jacques de Haller,
Präsident der FMH
Olivier Kappeler,
Mitglied des Zentralvorstandes der FMH
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