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Nr. 36/2006

Editorial / Editoriale
 


Erfahrungen nutzen – Managed Care fördern

Unter diesem Titel haben wir am 21. August 2006 als Delegation der Ärzteschaft mit Vertretern von FMH, VSAO, SGAM und Medix vor der Gesundheitspolitischen Kommission des Ständerates zur laufenden KVG-Revision Stellung genommen. Die Diskussion mit den Mitgliedern der Kommission war sehr angeregt. Zwei Tage später konnten wir in der Basler Zeitung lesen: «Die Gesundheitskommission des Ständerates hat die Vorlage zur Aufhebung des Vertragszwanges sistiert. Stattdessen sollen Ärztenetzwerke gefördert werden.»
      Gerne erzählen wir die Geschichte von Anfang an: Im April erteilte der Zentralvorstand den Auftrag, die Position der FMH zur bevorstehenden KVG-Revision mit den Kernthemen «Vertragsfreiheit» und «Managed Care» zu erarbeiten. Dabei kamen Vertreter der Standespolitik mit Vertretern der schweizerischen Ärztenetzwerke ins Gespräch. Das Resultat dieser Arbeit konnte im Juli abgeschlossen und dem ZV in der Augustsitzung zur Genehmigung vorgelegt werden.
      Uns hat der offene, konstruktive Geist, mit dem an diesen Thesen gearbeitet wurde, tief beeindruckt. Wir freuen uns über das Resultat, das Thesenpapier, das wir in dieser Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung vorstellen.
      Das Gespräch führen – und gemeinsam umsetzen: Diese beiden Themen werden die nächsten Wochen und Monate prägen. Die Arbeit an den Thesen sowie die ersten Diskussionen über das Resultat waren positiv und ermutigend. Uns interessieren die Kommentare unserer Mitglieder und die Diskussion mit den Vertretern der Fach- und der Kantonalgesellschaften an der Ärztekammer vom Dezember, die Rückmeldungen unserer Partner im Gesundheitswesen und diejenigen aus der Öffentlichkeit.
      Wir blicken auf zehn Jahre Entwicklung von Managed-Care-Modellen in der Schweiz zurück, wir haben viel Erfahrung in diesem Bereich gesammelt, können diese nutzen und das System weiterentwickeln. Die Partner im Gesundheitswesen – Politik, Patientinnen und Patienten, Versicherer, wir Ärztinnen und Ärzte als Leistungserbringer – haben ihren Beitrag zu leisten. Die ersten Signale aus der Politik stimmen uns positiv.

Jacques de Haller,
Präsident der FMH
Olivier Kappeler,
Mitglied des Zentralvorstandes der FMH



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