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«Mitenand gohts besser»
Im Editorial zu meinem Amtsantritt im Juni 2006 habe ich
unter anderem folgendes vermerkt: «Die zahlreichen aktuellen Probleme
im Gesundheitswesen gehen uns nicht nur alle etwas an, wir müssen
sie auch gemeinsam lösen!»
«Mitenand gohts besser»
ist eine Devise, die sowohl für die FMH als im Leben überhaupt
ihre grosse Bedeutung hat. Nur so, nur mit einer guten Kommunikation lösen
wir die anstehenden Probleme.
Verschiedene Entscheide der FMH wurden
in letzter Zeit gemeinsam mit den Dachorganisationen (FMPP, FMCH, KHM,
SFSM), der KKA (Konferenz der kantonalen Ärztegesellschaften) und
mit den Fachgesellschaften erarbeitet. Die Botschaften und Stellungnahmen
der FMH sind somit intern sehr breit abgestützt und erreichen eine
entsprechende Wirkung bei den Kostenträgern und in der Politik. Gute
Beispiele dafür sind das Thesenpapier «Kontrahierungszwang
und Managed Care», die Vernehmlassung zur Versichertenkarte oder
die Anhörung zur Teilrevision KVV.
Auch bei der Reorganisation des Ressorts
«Tarife und Verträge» wurde mit dem «Büro
Tarife» ein Instrument geschaffen, das in Zukunft eine breite Abstützung
der Entscheidungsfindung bei Tariffragen und auch der meist sehr
wichtigen Entscheidungen ermöglicht. Darin eingebunden sind
das Ressort Tarife der FMH, die Dachorganisationen und die KKA. Das «Büro
Tarife» führt, koordiniert und unterstützt die Aktivitäten
rund um Tariffragen. Die ersten gemeinsamen Sitzungen haben gezeigt, dass
die Akzeptanz bei den Partnern vorhanden ist und dieses «Büro
Tarife» zu einer wichtigen Institution werden kann.
«Mitenand gohts besser»,
das haben die kantonalen Ärztegesellschaften mit der Gründung
der G7 (heute KKA) schön, früh erkannt und auf dieser Basis
die TARMED-Verträge, Verträge, die Steuerung der Kostenneutralität
und die Entwicklung der LeiKoV erfolgreich abschliessen können. Nicht
zuletzt dank des grossen politischen Gewichts und der Beharrlichkeit der
KKA ist es gelungen, mit santésuisse Vereinbarungen zu treffen,
die für die Ärzteschaft annehmbar sind. Wesentliche Punkte sind:
Datenparität, Konvergenz, L-Faktoren usw.
Zu einem Mitenand haben sich auch
die OstschweizerÄrztegesellschaften (AI/AR, GL, SG, SH, TG) 2003
mit der Bildung der Tarifregion Ostschweiz entschieden. Die Steuerung
der Kostenneutralität konnte gemeinsam mit einer Punktlandung abgeschlossen
werden. Alle Versuche von santésuisse, die Region per 1. Januar
2007 auseinanderzudividieren, sind dank der standhaften Haltung der kantonalen
Ärztegesellschaften (KÄG) gescheitert, obwohl einzelne KÄG
von santésuisse «verlockende» Angebote bekamen. Begehren
von santésuisse auf kantonale Festsetzungsverfahren sind bei den
Regierungen abgeblitzt. Die Ostschweizer Regierungen haben den regionalen
Anschlussvertrag verlängert und somit die Tarifregion gestützt.
Erstaunlicherweise hat santésuisse
im Sommer 2006 dann signalisiert, dass regionale Verhandlungen für
den TPW 2007 möglich sind. Diese stehen nun kurz vor dem Abschluss.
Alle diese Beispiele zeigen eindrücklich:
«Mitenand gohts besser», «gemeinsam sind wir
stark» nur gemeinsam können die grossen anstehenden
Aufgaben im Gesundheitswesen gelöst werden wir zählen
auch auf Sie!
Diese Kultur soll in Zukunft die Arbeit
der FMH leiten und ihre Positionen stärken helfen.
Dr. med. Ernst Gähler,
Mitglied des Zentralvorstandes der FMH
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