Wenn in Medien von «Ärztemangel» die Rede ist, wird er inflationär verwendet. Wenn am Mittagstisch über Teilzeitarbeit oder Work-Life-Balance diskutiert wird, kommt er früher oder später zur Sprache. Nicht zuletzt steht er auf meiner imaginären Liste zum «Unwort der letzten Dekade» schwindelerregend weit oben: der Begriff der «Feminisierung». Wohlbemerkt, nicht wegen des Begriffs an sich, sondern wegen der dahinterstehenden, unreflektierten Konzepte.