Neben der etablierten Elektrokonvulsionstherapie erweitern heute Therapieverfahren wie die repetitive transkranielle Magnetstimulation, die transkranielle Gleichstrombehandlung oder auch die Tiefenhirn­stimulation in zunehmendem Masse das Spektrum. Viele dieser Behandlungsansätze führen zu bereits nach­gewiesenen stabilen klinischen Erfolgen und stellen Behandlungs­alternativen oder -ergänzungen zu den ­psychotherapeutischen und pharmakolo­gischen Strategien dar. Sie sind insbesondere bei Erkrankungen aus dem affektiven und psychotischen Spek­trum hilfreich und haben in ebendiesen ­Indikationen schon Einzug in Behandlungsricht­linien gefunden. Mit der «Schweizerische Gesellschaft für Interventionelle Psychiatrie» (SGIP-SSPI) wurde eine Gesellschaft gegründet, die die richtige Anwendung dieser Therapieverfahren nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in psychiatrischer Indikation ebenso zum Ziel hat wie die Weiter- und Fortbildung in diesem Bereich.