Die Gelotologie, die Wissenschaft vom Lachen, hat ­einen riesigen Ausstoss von Papier produziert. Dass auch Primaten lachen können, hat schon Charles Darwin beschrieben; dass Ratten kichern, ist erst seit einigen Jahren bekannt. Gemäss Current Biology sind die Tiere kitzlig, besonders am Bauch. Sie lachen im Ultra­schallbereich von 50 Kilohertz. Die neuronalen Wege sind die gleichen wie beim Menschen. Eine Reflex­bewegung, die über den somatosensorischen Kortex ein Belohnungszentrum aktiviert, das Endorphine mit  euphorisierender Wirkung freisetzt. Ob Tier oder Mensch, allen gemeinsam ist, dass Lachen oder Kichern ein Wohlgefühl erzeugt. Die Umgebung muss stimmig sein. Ratten, die mit grellem Licht an­gestrahlt werden, kichern nicht. Lachen als averbales Ausdrucksmittel ist in erster Linie ein soziales Zeichen und hat nur bedingt mit Humor zu tun.