Umgeben von unberührter Natur und der Ruhe des idyllischen Kurortes inmitten des Sarganserlandes schlängelt sich der Rhein durch das Tal. Ein sonniger und wolkenfreier Himmel überstrahlt die Szene an diesem Tag, als möchte er jemandem die letzte Ehre erweisen. Die Urne meines Grossvaters in der Hand, taste ich mich Schritt für Schritt ins seichte Flussbett. Mit zittrigen Händen und Tränen in den Augen nehme ich Abschied von einem Stück seliger Kindheit. Hinter uns liegen Jahre der Hilflosigkeit und Trauer beim Begleiten des Grossvaters in die Demenz. Mit jeder Streubewegung vermischen sich die trüben Gedanken mit dem klaren Wasser und machen sich zusammen mit der Asche meines Grossvaters auf die Reise flussabwärts.