Im Jahr 1871 kamen innerhalb von weniger als 72 Stunden 87 847 Soldaten und Offiziere der französischen Armée de l’Est mit 12 000 Pferden bei Les Verrières im Neuenburger Jura über die Grenze in die neutrale Schweiz. Die Armee, deren Personenstärke etwa 3% der damaligen Schweizer Bevölkerung entsprach, war bis zu dessen kurz zuvor missglückten Selbstmordversuch unter dem Kommando von General Bourbaki gestanden und bewegte sich nun abgekämpft, schlecht ausgerüstet, ausgezehrt, frierend und krank, aber mit der Zustimmung des Bundesrats über die Schweizer Grenze. Die französische Armee hatte gegen die preussische Niederlage um Niederlage erlitten, sie war so schlecht ausgerüstet, schlecht trainiert und vor allem dramatisch schlecht geführt [1, 2]. Dabei hatte doch Kriegsmarschall Le Bœuf dem Kaiser Napoleon III. noch am 15. Juli 1870 gemeldet: «Die Armee ist bereit. Es fehlt ihr nicht ein einziger Gamaschenknopf» («l’armée est prête, il ne lui manque pas un bouton de guêtre»).