Neue Karrieremodelle für junge Ärztinnen anzubieten ist keine neue Forderung: «Establish less rigid career structures» hat Buddeberg-Fischer bereits vor beinahe 10 Jahren konkludiert [1]. Diese Aussage ist heute aktueller denn je. Sie impliziert aber auch ein Umdenken – bei den Klinikleitungen gleichermassen wie bei der neuen Generation. Traditionelle Curricula im akademischen Setting und mit Spezialisierung als einziger Voraussetzung für eine Kaderposition in der Inneren Medizin sind gegenüber individuell angepassten Karrieremöglichkeiten Auslaufmodelle. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kaderpositionen an Führungspersönlichkeiten mit fachlicher Kompetenz vergeben werden müssen – dabei sollte die Fähigkeit zur Übernahme von Leitungsfunktion gegenüber anderen ­Faktoren (Spezialisierung oder Forschung) im Fokus stehen. Dieses Umdenken wird von gut etablierten Vorbildern leben: an Nachwuchs in der allgemeinen Inneren Medizin fehlt es grundsätzlich nicht. Die meisten Ärzte in der Schweiz sind im Bereich der Inneren Medizin tätig (22,1%) [2] – uns obliegt die Aufgabe, den Nachwuchs mit neuen Ideen im Spitalsystem und in der Inneren Medizin halten zu können.