Primum nihil nocere!?

Ich möchte nicht über Corona reden, sondern über «meine» FMH und ihre Haltung im Co­ronageschehen. Seit Anfang März 20 hielt sich die offizielle FMH in Stellungnahmen zurück, folgte in meiner Wahrnehmung der offiziellen Haltung von Politik und Medien. Dabei unterliegt die Gefährlichkeit von Corona sehr unterschiedlichen Bewertungen. Prof. Ioannidis, Stanford University, USA, kommt in seinen gewissenhaften Studien auf einen Gefährlichkeitsgrad in der Grössenordnung einer Grippe, während die Swiss National Covid-19 Task Force in ihren Prognosen eine katastrophal todbringende Seuche voraussagt. Die FMH folgte der Task-Force-Sicht. Dies kann man als Befolgen des ärztlichen Grundsatzes sehen, primär nicht zu schaden. Heute zeigen sich jedoch klare gesundheitliche und gesellschaftliche Schäden, die den Coronamassnahmen geschuldet sind. Aus dieser Sicht müsste die FMH heute, wenn sie gemäss dem ärztlichen Grundsatz primär nicht schaden will, diese Massnahmen und die offizielle Einschätzung der Gefährlichkeit von Corona in Frage stellen.