Stabile Zusatz-Finanzierung für unser Gesundheitswesen
Wenn wir Ärzte über Geld reden, dann diskutieren wir meistens über Tarife bzw. Tarifeinschnitte, also Sparanstrengungen. Das ist aber nur die dunkle Seite des Mondes. Die andere, helle Seite ist die Suche nach stabilen und jährlich wiederkehrenden, neuen Staats-Einnahmequellen zur Finanzierung unseres Gesundheitswesens in Zeiten der Überalterung und steigender Kosten. Auf der Suche nach derartigen neuen Finanzierungs-Möglichkeiten bin ich auf die Gewinne der Geldschöpfung aufmerksam geworden. Bei einem Wachstum unserer Wirtschaft schöpft die Schweizerische Nationalbank (SNB) theoretisch zusätzliches Geld, damit es nicht zu einer Deflation kommt. Bei einer Rezession entzieht sie der Wirtschaft Geld. Weil die Schweiz meistens ein Wachstum ausweist und weil die SNB durch ihre Anlagen meistens Geld verdient, kann sie den Kantonen bereits heute jährlich oft Gewinne überweisen. Es ist aber eine Tatsache, dass die SNB nur 10% unseres Geldes in Form von Noten und Münzen als gesetzliches Zahlungsmittel prägt. Die restlichen 90% unseres Geldes werden von UBS, CS und den anderen Geschäftsbanken mit jeder Kreditvergabe aus dem Nichts als Buchgeld geschöpft.