Ruhe nach dem Sturm. Vier Tage Nachtdienst im Spital vorbei. Ich sitze erschöpft im Zug und fahre nach Hause, Montagmorgen, 9.01 Uhr im Zürich HB auf Gleis 6. Von draussen dringt das Quietschen von Transportwagen, angefüllt mit Getränkekisten, Sandwiches und Stapeln WC-Papier. Die aufgehende Sonne scheint durch die Glasscheibe auf meine Haut, der Nachtdienst ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Im Spiegelbild erahne ich meine dunklen Augenränder, meine Bartstoppeln. Auf dem Bahnsteig eilen Fahrgäste an mir vorbei, um den Zug zu erreichen.