Covid-19-Zertifikat: IgG-Antikörper-Test ist ein «must»

Es freut mich, dass die FMH sich endlich in die Diskussion um Geimpfte, Genesene und Getestete einbringt. Impfungen haben das Ziel, eine Immunantwort hervorzurufen, um nicht erneut zu erkranken oder andere anzustecken. Wir wissen, dass ein Virusinfekt neben T-Zellen auch die Bildung von zirkulierenden Immunantikörpern bewirkt – in der Anfangsphase innert einiger Tage bis 2 Wochen entstehen die sogenannten IgM-Antikörper, dann nach 3–4 Wochen die wirksamen Immunglobulin-G-Antikörper, die ein Plateau erreichen, das einige Monate bis etwa ein Jahr anhält und schützt. Solche IgG-Titer werden auch zur Beurteilung der Immunitätslage gegenüber anderen Viruserkrankungen (Sero­logie bei Schwangeren, Röteln, Varizellen etc.) routinemässig durchgeführt. Denn bei einer Impfung ist die Immunantwort (IgG-Antikörper) das Ziel. Für die T-Zellen fehlt bis heute ein einfacher Testnachweis. Die Basis eines zuverlässigen Zertifikates – für mindestens 6 Monate – muss auf einem Immunitätsnachweis (zirkulierende IgG-Antikörper) beruhen. Bereits heute problemlos in jeder Arztpraxis durchführbar.