Sir Alexander Fleming hat es doch gewusst. Im Jahr 1945 sagte der Bakteriologe: «Mr. X. hat Halsweh. Er kauft Penicillin und nimmt es ein, nicht genug, um die Streptokokken zu töten, aber genug, um ihnen beizubringen, resistent gegen Penicillin zu werden.» Gerade hatte Fleming den Nobelpreis für seine Entdeckung des Antibiotikums Penicillin erhalten. In seiner Rede bei der Preisverleihung warnte er die Menschen davor, was passieren kann, wenn sie nicht sorgsam genug mit Antibiotika umgehen. Er fuhr fort: «Dann infiziert er seine Frau. Mrs. X. bekommt eine Pneumonie und wird mit Penicillin behandelt. Weil die Streptokokken nun resistent gegen Antibiotika sind, schlägt die Therapie fehl. Mrs. X. stirbt.» [1]