In kaum einem anderen Bereich sind die öffentlichen Ausgaben so hoch und so wenig transparent wie im Gesundheitswesen. Offizielle Statistiken zeigen zwar, in welchen Leistungsbereichen die Kosten entstehen und ob sie durch Steuern, die obligatorische Krankenversicherung (OKP) oder direkt durch die Patientinnen und Patienten finanziert sind [1]. Was den Versorgungsbedarf aber wirklich verursacht – d.h., welche Krankheitsbilder zu welchen Kosten führen –, darüber ist nur wenig bekannt. Eine Ausnahme bildet eine 2018 im ­European Journal of Health Economics erschienene Studie, die erstmals systematisch und detailliert die Gesundheitskosten in der Schweiz nach Krankheitsgruppen beleuchtet [2]. Kürzlich haben das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie und die SWICA-Versorgungsforschung eine Weiterentwicklung der Kostenzerlegung publiziert. Die Untersuchung befasst sich detailliert mit den bislang wenig erforschten ambulanten Kosten [3].