Die Unabhängigkeit der SAMW
ist von grosser Bedeutung

Walter Kunz (61-jährig, Name und Anamnese etwas geändert) leidet seit einer traumatischen Hirnverletzung 2010 an einer thera­pieresistenten, hirnorganisch mitbedingten Depres­sion. Wiederholte intensive ambulante und stationäre psychiatrische Behandlungen (inkl. EKT und Reha) blieben erfolglos. U.a. wegen seiner motorischen Aphasie, sonst ohne relevante kognitive Defizite, ist er nun völlig vereinsamt. Weitere Therapieversuche lehnt er ab, da alles schon ausprobiert wurde. Er schätzt seine ungünstige Prognose realistisch ein. Da er psychisch konstant schwer leide und jeder Tag für ihn zu einem Kampf werde, habe er nach zwei gescheiterten Suizidversuchen beschlossen, seinem Leiden nun definitiv ein Ende zu setzen, am ehesten mit einem Sprung vor den Zug. Er meldet sich vorher aber beim Hausarzt und bittet ihn um Unterstützung bei einem assistierten Suizid.