Roboter und Künstliche Intelligenz werden unser Gesundheitswesen grundlegend verändern. In manchen Bereichen schneller als wir die vollständigen Konsequenzen abschätzen und somit Chancen und Risiken evaluieren können. Selbstverständlich sind heute bereits ausgefeilte und vielseitig einsetzbare Heberoboter im Einsatz, die Patienten rasch wieder bei der Mobilisierung und Pflegefachkräfte beim Umlagern helfen. In der Spitallogistik dirigieren Roboter Wäsche, Medikamente, Essen und medizinisches Verbrauchsmaterial. In der Altenbetreuung sind Roboter in der Form von Plüschtieren Zeitvertrieb, aber auch Animation zu Interaktion und spielerischem Lernen. Bei neueren Anwendungen kommen nicht mehr nur automatisierte Systeme zum Einsatz, die einem vorgegebenen Handlungsablauf folgen (Input-Output-Schema), sondern selbstlernende Systeme, die sich das Wissen für den besten Handlungsablauf selbständig aneignen, also induktiv lernen. Der Handlungsausgang ist damit nicht vorhersehbar und der Lösungsansatz nicht immer nachvollziehbar. Während die Aufgaben des Da-Vinci-Roboters noch vollständig und jederzeit vom Operateur selbst übernommen werden können (zum Beispiel im Falle einer Fehlfunktion), können vollständig automatisierte Tätigkeiten nicht mehr von Chirurgen durchgeführt werden. Bei Systemausfall wäre ein Wechsel des Operationsverfahrens nötig.