Wird es ein Befreiungsschlag? Die Ärztinnen und Ärzte dreier Londoner Spitälern sollen in Zukunft mehr als 500 000 Arbeitsstunden pro Jahr für den Kontakt mit den Patienten statt für administrative Arbeiten nutzen können. Möglich machen soll dies die Zusammen­arbeit des National Health Service (NSH) mit «DeepMind», der Google-Firma für künstliche Intelligenz. DeepMind erhält ab 2017 die Gesundheitsdaten von 
1,6 Millionen Patienten der beteiligten Spitäler – von der Krankengeschichte bis zu aktuellen Blutwerten. Die App «Stream» wird die Daten auf Anzeichen eines akuten Nierenversagens oder einer Blutvergiftung analysieren und Ärzte und Patienten frühzeitig warnen. Bis zu 10 000 Todesfälle pro Jahr können so verhindert werden, schätzt Deepmind. Als willkommener Nebeneffekt soll dank der digitalen Datenflüsse der administrative Aufwand kleiner werden.