Die ausgestellten Gemälde sind meist monochrom, Schwarz und Weiss auf Papier, Leinwand und Metall, wenige Farbtöne. Mehrere Farbschichten übereinander gemalt verleihen der Oberfläche eine Tiefe, nuancieren Schattierungen und Farbtöne, sei diese rau, brüchig, glatt oder spiegelnd. Aus der Tiefe drängen verborgene Strukturen ans Licht, sichtbare Verwerfungen schaffen körperliche Bild-Räume. Die formalen Reduktionen erfordern vom Betrachter eine fast meditative Konzentration. Eine Bild-Sprache möchte gelesen und entziffert werden. Wer sich auf die Feinheiten von Walter Angehrns Kunst einlässt, spürt einen eigenartigen Sog und entdeckt mit jedem Lichteinfall eine neue Perspektive. Der Maler sucht seine Werkstoffe gerne im Baumarkt. Lacke, Teer, Lampenruss, Leim und Acryl, transparent lasierend bis pastos aufgetragen, materialisieren die zu entdeckenden inneren und äusseren Räume.