Kleider sind zu billig, wir kaufen viel mehr davon, als wir brauchen. Welchen Preis sozial und ökologisch andere dafür bezahlen, zeigt im Textilmuseum St. Gallen die Sonderausstellung Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode. Fast Fashion steht als Synonym für ein ­massenproduziertes Modeprodukt, für ein spezifisches Produktions- und Vertriebssystem mit dem Ziel, in immer kürzeren Abständen neue Mode in die ­Geschäfte zu bringen. In der Hierarchie der Modeschöpfer ist die schnelle Mode ganz unten angesiedelt, nach der Haute Couture, der Prêt-à-porter-Mode und der Konfektionsware im mittleren Preissegment. Viele Akteure sind an der textilen Kette von der Herstellung über die Konfektionierung bis zur Entsorgung beteiligt. Diese globale Arbeitsteilung schickt eine gewöhnliche Jeans auf eine 40 000 Kilometer lange Weltreise mit Stationen in acht Ländern. Auch eine gebrauchte Bluse schafft bis zur Wiederverwertung fast die Hälfte dieses Weges.