Die Menschen haben von jeher an Irrationalem Halt und Orientierung gesucht, und das ist auch in unserer sogenannt aufgeklärten Gesellschaft nicht anders. ­Magisches Denken, Götterverehrung und tiefverwurzelter Glaube an etwas Allumfassendes haben sich bis in die heutige Zeit durchaus erhalten. Dies gilt auch für verschiedene normalerweise von strenger Wissenschaftlichkeit geprägte Gebiete. Ich werde dies zuerst kurz anhand einiger Beispiele aus unserem täglichen ärztlichen Umfeld erläutern, in dessen Zusammenhang sich – falls man seinen Spass daran hat – allerhand mystische Elemente aufweisen lassen. Anschlies­send möchte ich anhand der Gottesbilder von Plato und Aristoteles versuchen, das Thema auf mehr oder weniger ernsthafter, medizinisch-philosophischer Ebene zu vertiefen.