Die sehr kurzfristig, erst am 18. 10. 2017 publizierte Verordnung von Bundesrat A. Berset zu den ab 1. 1. 2018 zu implementierenden Tarifanpassungen im TARMED führte zu einer enormen Verunsicherung und Agi­tation bei der Ärzteschaft und verschiedenen IT-An­bietern. Divergierende Angaben zur technischen Um­setzbarkeit standen im Raum. Entsprechend wichtig schien es der KKA (Konferenz der kantonalen Ärzte­gesellschaften) und SOS SANTÉ (Allianz für Versorgungssicherheit in der ambulanten Medizin), die Sachlage rasch zu klären, um entsprechende strategische Massnahmen treffen zu können. Eine anonymisierte standardisierte Umfrage bei 26 der bekanntesten Praxis-Software-Anbietern mit einer Rücklaufquote von 54% ermöglichte es, den Präsidenten der kantonalen Ärztegesellschaften bereits am 24. 11. 2017 richtungsweisende Ergebnisse zu liefern. Es zeigte sich, dass eine technische Umsetzung, wenn auch mit Schwierig­keiten verbunden, fristgerecht möglich sein sollte. Es wurde entschieden, diese Umfrage in Zusammen­arbeit mit der FMH auf 97 registrierte Praxis-Software-Anbieter auszuweiten. Die erweiterte Umfrage fand vom 1.–14. 12. 2017 statt und lieferte kohärente Ergebnisse, die ein Festhalten am Strategieentscheid von 
November 2017 bestärkte, keine kollektiven Boykottmassnahmen gegen diese äusserst suboptimal ausgearbeitete und mit vielen Fragezeichen versehene Verordnung zu ergreifen. Aus Transparenzgründen und aufgrund der interessanten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus dieser bisher nur wenig genutzten strategischen Vorgehensweise sollen hier die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage präsentiert werden.