Im Jugendstilsaal sind grosse Konzentration und bisweilen auch etwas Anspannung auszumachen. Draussen fliesst ruhig der Rhein, wie immer. Das moderne Hochhaus der Pharmaindustrie am anderen Ufer ist gut sichtbar, gefühlsmässig aber weit weg. Gesprochen wird wenig, wie damals im Operationssaal auch. Heute geht es um Synkopen und Ritardandi, um Tempi-Wechsel und Harmonien, und es geht auch um den richtigen Einsatz. «Dieser A-Dur-Akkord ist ja kein Problem», sagt der musikalische Leiter. «Das Problem ist in meinem Kopf», sagt der Pianist, der sich vor seiner Pensionierung unter anderem mit einem Standardwerk in der Kinderorthopädie einen Namen gemacht hat.