Diabetes mellitus Typ 2: frühe Erkennung von zentraler Bedeutung
Die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) hat in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Diese Entwicklung kann mit der immer älter werdenden Bevölkerung, verminderter körperlichen Aktivität, ungesunder Ernährung sowie der Zunahme von Adipositas begründet werden. In einer kürzlich publizierten Studie, mit subjektiv gesunden älteren Personen (älter als 60 Jahre, ohne bekannten DM2) konnte festgestellt werden, dass von der untersuchten Population 8,4% an einem DM2 und 64,5% an einem Prädiabetes (Vorstufe zum DM2) leiden, ohne es zu wissen [1]. Studien zeigen, dass in der Schweiz schätzungsweise 30% der DM2-Betroffenen nicht als solche erkannt sind [2–4]. Dies kann auf die symptomlose Manifestation des DM2, aber auch auf das unsystematische Diabetesscreening der Schweiz zurückgeführt werden.