Mark Twain tat sich schwer mit dem Erlernen der deutschen Sprache. In seinem satirischen Essay von 1880 «The Awful German Language» machte er zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Dazu gibt es eine schöne Anekdote. Twain hörte sich im Reichstag in Berlin eine Rede Bismarcks an. «Was sagt er denn?», fragte er seinen Dolmetscher. «Moment.« flüsterte dieser. Und als Twain noch einmal nachfragte, sagte sein Dolmetscher: «Ich warte immer noch auf das Verb.» Die Syntax ist der Schrecken der Deutschlernenden. Twain behauptete, man lerne Französisch oder Englisch in dreissig Tagen, Deutsch aber in dreissig Jahren. In Wahrheit kannte er sich in dieser Sprache recht gut aus. Dabei ist die perfekte Beherrschung des Englischen äusserst schwierig, was mit dem grossen Anteil an Redewendungen zu tun hat. English is the easiest language to speak badly, besagt eine alte Redensart. Genau genommen sind das Hochenglische und die internationale Verkehrssprache, vor allem der Wissenschaften, des Internets und der Pop-Kultur zwei verschiedene Hüte. Die Qualität eines native speakers wird von den Wenigsten erreicht. Das Englische wird durch den inkompetenten globalen Gebrauch umgeformt und das wahrscheinlich stärker als die deutsche Sprache. Solange Amerika der Innovationsmotor der Welt bleibt, wird die simplifizierte Variante des Englischen, auch Globish genannt, die unverzichtbare Kommunikationssprache aller Nationen bleiben. Wir können sagen, dass wir einfach verschiedene Sprachen für verschiedene Ziele einsetzten.