Adam Tageldin kam nicht mehr aus dem Staunen. Der damals 14-jährige Gymnasiast stand an einer Strasse in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Über ihm hing an einem Haus das Schild einer Arztpraxis, auf dem stand: «Jeden Donnerstag kostenlose Behandlung». Das werde ich auch so machen, wenn ich einmal Arzt bin, dachte er – damit auch ärmere Menschen wieder gesund werden können. Dass er Arzt werden will, war für Adam Tageldin schon klar. Seine Begeisterung für die Medizin rührte von den Ärztinnen und Ärzten, die regelmässig in sein Dorf kamen, um die Kinder zu impfen. Als Jugendlicher half er freiwillig mit und wies den aus der Stadt anreisenden Ärzten den Weg in der ihnen unvertrauten Provinz Darfur.