Jetzt ist mir doch tatsächlich Folgendes passiert oder eine Geschichte zur Swisscom
Seit Jahren beziehe ich meine Giulietta beim gleichen Garagisten. Mein Leasingvertrag sieht vor, dass ich alle zwei Jahre meinen Wagen gegen ein neues Modell eintauschen kann, praktisch zu den gleichen Bedingungen. Ich liebe ihr Alfarot und leiste mir ein Glasdach wie auch leicht breitere Reifen. Bin ich in ihr unterwegs, entlockt sie meinen emmentalerischen (Draht-)Saiten von selbst feine mediterrane Klänge. Gerade so viel, dass es, meinem Alter entsprechend, nicht kitschig tönt. Nun, dieses Jahr ist wieder Zeit für den Eintausch. Doch was ist denn jetzt passiert? Es gibt mein Modell mit den mir lieb gewordenen, diskreten Zusatzteilchen nicht mehr. Mein Garagist begrüsst mich freudig und erklärt voller Enthusiasmus: Wir haben Ihre Giulietta jetzt der Neuzeit angepasst, sie getunt, die Radkasten verbreitert, so dass die maximal gerade noch zulässig breiten Slicks auf die Felgen gezogen werden können. Auf beiden Seiten sind neu hinten je zwei Auspuffrohre sichtbar, je ein Rohr bleibt zwar stumm. Dafür haben wir die Auspuffklappe eingebaut, gerade zwischen dem Katalysator und dem Vorschalldämpfer, garantiert einen extremen Sound! Natürlich haben wir Ihr 1,4-Liter-Modell durch den 2-Lit(t)erer ersetzt. Front-, Heckspoiler, 8- statt 4-blättriges Kleeblatt, Fenster selbstverständlich abgedunkelt, innen alles äh digitalisiert. Was das kostet? Sie bekommen Ihren Liebling für nur das Doppelte, was Sie bis jetzt bezahlt haben. Was? Sie haben kein Interesse daran? Nein, Ihre gehabte Variante gibt es nicht mehr. Die Spielzeugvariante? Ja die geben wir Ihnen als treuem Kunde selbstverständlich gratis ab. Für die Enkel? Ja, warum nicht?