Wer in sehr bescheidenen Verhältnissen auf einem abgelegenen Höckli lebt, wird Mühe haben, eine Frau zu finden. TV-Staffeln wie Bauer, ledig, sucht … gab es damals noch nicht, und die Mutter duldete keinen Fernseher im Haus. Dann starb sie, und ein Jahr danach kam er mit seiner Ehefrau in die Sprechstunde. Eine ­Filipina, im vierten Monat schwanger, beide leicht verwahrlost, aber anscheinend zufrieden. Der Pfarrer habe ihm mit Katalogen ausgeholfen, mit tschechischen Traumfrauen, Russinnen und Thailänderinnen. Bei allen Kontakten habe er ihn unterstützt, dann ging es plötzlich sehr schnell. Beide unterhielten sich in ­einer Art Zeichensprache mit vereinzelten englischen und appenzellischen Ausdrücken. Das genügte für ein Leben hinter den Hügeln. Sie sind immer noch ­zusammen.