Therapie mit Tieren verbessert Sozialverhalten von Patienten mit Hirnverletzungen

Im Rahmen einer Wirksamkeitsstudie an der Universität Basel erhielten 19 erwachsene ­Patienten eine tiergestützte Therapie sowie parallel dazu konventionelle Therapie. In den über 200 Sitzungen wurde das Sozial­verhalten der Probanden aufgezeichnet und anschliessend aus­gewertet. Zudem wurden die Stimmung, die Zufriedenheit der Patienten sowie ihre Therapiemotivation erfasst. Das Ergebnis: In Anwesenheit eines Tiers – darunter Meerschweinchen, Mini­pigs, Kaninchen und Schafe – zeigten die ­Patienten ein aktiveres soziales Verhalten als während der konventionellen Therapiesitzungen. Sie äus­serten beinahe doppelt so viele positive Emotionen und kommunizierten häufiger verbal wie auch nonverbal. Auf negative Emo­tionen wie Wut oder Ärger hatte die tiergestützte Therapie keinen Effekt. War während der Therapie ein Tier dabei, schätzten sich die Patienten auch als zufriedener und ihre Motivation als ­höher ein, sich aktiv an der Therapie zu beteiligen; dies deckte sich mit den Einschätzungen der Therapeuten.