Die Gendermedizin sorgt für Schlagzeilen: So sind Herzerkrankungen bei Frauen häufiges Thema in den Medien [1]. Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Studie des Zürcher Stadtspitals Triemli zögern Frauen bei einem Herzinfarkt länger als Männer, bis sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen [2]. Ein Grund für diesen fatalen Zeitverlust ist, dass bei Frauen häufig andere Symptome auftreten als bei Männern und der Herzinfarkt immer noch als typische Männerkrankheit gesehen wird. Dies erschwert die richtige Einschätzung und die rasche Einweisung an die zuständigen Notfalleinrichtungen [3]. Als weiteres Beispiel sei das Schlafmittel Zolpidem genannt. Zolpidem sorgte für medialen Wirbel, nachdem sich Berichte über morgendliche Autounfälle von Frauen nach der Einnahme von Zolpidem am Vorabend häuften [4, 5]. Deshalb empfiehlt heute ein Warnhinweis eine niedrigere Dosierung für Frauen.