Die personalisierte Medizin hat zum Ziel, verschiedene individuelle Gesundheitsdaten einzubeziehen, um die Prävention, Diagnostik und Therapie für eine Person masszuschneidern [1]. Davon erhofft man sich unter anderem effektivere Pharmakotherapien und weniger Nebenwirkungen. Unter Gesundheitsdaten fallen dabei nicht nur die individuelle Anamnese, der Lebensstil des Patienten1 und die Daten aus herkömmlichen Untersuchungen (z.B. Blutdruck, EKG), sondern auch Ergebnisse aus genetischen Tests. Die personalisierte Medizin wird zurzeit primär in der Onkologie und in einzelnen anderen Fachgebieten eingesetzt. Experten gehen jedoch von einer steten Zunahme der Bedeutung der personalisierten Medizin für die Prävention, Diagnose und Therapie aus [1]. Das heisst, Ärzte und andere medizinische Fachpersonen werden in Zukunft vermehrt mit Fragen im Zusammenhang mit medizinischer Genetik, DNA-Analyseresultaten und anderen Aspekten der personalisierten Medizin konfrontiert werden. Daher ist es von Interesse, die Kenntnisse und Einstellungen der Ärzte zu diesen Themen zu erfassen und die Erkenntnisse entsprechend in die Aus- und Weiterbildung einfliessen zu lassen.