Keith Stanovich [1] unterscheidet in seinem Buch ­Rationality and the Reflective Mind zwei Formen des Denkens. Er spricht von zwei verschiedenen Denkvermögen. Das «algorithmische» kommt mit Denksportaufgaben gut zurecht. Personen, bei denen dieses ausgeprägt vorhanden ist, schneiden in konventionellen Intelligenztest besonders gut ab. Diese Form nennt er Intelligenz. Intelligente Personen in diesem Sinn sind jedoch anfällig auf kognitive Verzerrungen. Sie nei-
gen deshalb häufiger zu Fehlschlüssen. Personen, bei welchen die «Rationalität» hoch entwickelt ist, leiden deutlich weniger unter kognitiver Verzerrung. Sie schneiden oft weniger gut ab in konventionellen Intelligenztests. Sie sind aber kritischer und haben messbar mehr Erfolg im Leben.