Oralmedizin: Interdisziplinarität fördern
In naher Zukunft wird sich der klassische zahnärztliche Beruf stark ändern, denn eine Vielzahl von Erkrankungen der Mundhöhle, des Kopf- und Halsbereiches sind zu diagnostizieren und zu therapieren. Vor allem gibt es immer wieder neue Erkenntnisse über Zusammenhänge oraler Erkrankungen mit dem allgemeinen Gesundheitszustand und Krankheitsbildern. Im Allgemeinen ist bekannt, dass parodontale Erkrankungen das Risiko für kardiovaskuläre Beschwerden erhöhen und einen Risikofaktor wie z.B. Rauchen und Diabetes darstellen. Das Wechselspiel von Diabetes und Paradontitis ist geläufig. Die orale Medizin wird damit für den Zahnarzt in Zukunft ein Aufgabengebiet, das ihm zunehmend auch neue Chancen eröffnet. Nicht selten gehen Patienten öfter zum Zahnarzt als zum Hausarzt bzw. zu einem Spezialisten wie Kardiologen, Dermatologen oder Onkologen. Aber auch das Gegenteil kann zutreffen, nämlich dass Patienten seltener zum Zahnarzt gehen als zu ihrem Hausarzt.