Wer sich umfassend über den aktuellen Zustand der Robotik informieren will tut gut daran die Ausstellung «Hello, Robot. – Design zwischen Mensch und Maschine» im Gewerbemuseum Winterthur zu besuchen. Die ­Beteiligung namhafter Institutionen ist ausser­ordentlich. Das Projekt ist eine Koproduktion des Kuratorenteams mit dem Vitra-Design-Museum, dem MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst und dem Design-Museum Gent, unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes. Vier Themenblöcke versuchen eine Gliederung jener technologischen Kraft, die zurzeit am schnellsten unser Zusammenleben verändert: Science und Fiction – Programmiert auf Arbeit – Freund und Helfer – Eins werden. Exponate aus jedem denkbaren täglichen Bereich, Studien, Visionen, Phantasmen, Hoffnungen und Ängste bekommen eine Sprache. Ein ausführlicher Katalog vertieft die Ausstellungsinformationen und ergänzt sie durch Kommentare, Interviews und philosophische Betrachtungen. Unübersehbar ist die weit fortgeschrittene Cyborgisierung durch externe Geräte wie Laptop, Smartphone oder intelligente Prothesen. Ihre Datenströme verändern uns in allen Lebensbereichen mit zunehmender Dynamik. Die Reise geht von Paro, dem therapeutischen Robbenbaby, zu sprachgesteuerten, digitalen Assistenten wie Echo, Siri oder Alexa, von Industrieanlagen zu bewaffneten Drohnen, vom mobilen Marslabor Curiosity zu Leka, dem Smart Toy für autistische Kinder oder zum Exoskelett für gelähmte Patienten. Es macht keinen Sinn, die vielen Exponate aufzuzählen; man sollte sich einen Überblick verschaffen und danach möglichst viel Zeit in eine individuelle Auswahl dieser klug ­arrangierten Objekte investieren oder mehrmals die Ausstellung besuchen.