Gemäss einer repräsentativen Studie des Meinungs­forschungsinstituts DemoSCOPE sind rund 85% der Schweizer Bevölkerung bereit, im Todesfall die eigenen Organe und Gewebe zu spenden. Die Bereitschaft, stellvertretend für eine nahestehende verstorbene Person in die Organspende einzuwilligen, fällt jedoch weitaus geringer aus. Derzeit liegt die Ablehnungsrate in Angehörigengesprächen bei über 60%. Mehr als die Hälfte der hinterbliebenen Familien kennen den Wunsch der Verstorbenen nicht. Ein digitales Organspenderegister soll nun in solchen Situationen Klarheit schaffen. Denn mithilfe des Registers können in der Schweiz oder in Liechtenstein wohnhafte Personen ab 16 Jahren ihren Willen bezüglich einer postmortalen Spende in wenigen Schritten transparent dokumentieren und vermerken, ob und wenn ja, welche Organe und Gewebe im Todesfall entnommen werden dürfen. Zudem kann darüber bestimmt werden, ob entnommene, nicht transplantierbare Organe und Gewebe zu Forschungszwecken im Rahmen behördlich bewilligter Studien weiterverwendet werden dürfen.