Thomas Kersten, Bildungsredakteur der ZEIT, hat es gewagt, Bildungsinhalte zu benennen. Sein Buch
«Was unsere Kinder wissen müssen – ein Kanon für das 21. Jahrhundert» wurde erwartungsgemäss kontrovers aufgenommen. Viel Zustimmung für die hundert Werke aus Musik, Mathematik, Malerei, Literatur und Naturwissenschaft, aus Geschichte, Philosophie und Politik. Viele Bücher, aber auch Filme, TV-Serien, Gemälde und Fotos. Allen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Ein Kanon, der sich auf männliche, weisse Stimmen konzentriere sei fragwürdig, es fehlten die Frauen, Farbige, Queers und Angehörige anderer Randgruppen. Für jemanden, dem viel an einem gemeinsamen Fundament, am Kitt liegt, der die Gesellschaft zusammenhält, bestätigt die Kritik das Vorhaben eine sterile Bildungsdebatte mit Inhalten zu füllen, wie es der Autor hervorhebt.