Der Buchtitel allein schon ist Programm: «Deß getreuen Eckarths Medicinischer Maul-Affe oder der entlarvte Marckt-Schreyer», gedruckt in grossen roten und schwarzen Lettern. Der vielzeilige barocke Untertitel fasst zusammen, was die Leserschaft im Buch erwartet. Doch hierfür genügt eigentlich auch ein Blick auf das Frontispiz. Der «Maul-Affe» steht auf einer Bühne, gut erkennbar an seinem affenartigen Gesicht. Noch kurz zuvor trug er eine Maske und wollte seine Heilkünste anpreisen. Doch der «getreue Eckarth», dargestellt als adretter Herr rechts im Bild, hat ihm die Maske heruntergerissen, hält sie nun in seiner Rechten und zeigt sie dem amüsierten Publikum. Ehefrau und Diener des Heilers wenden sich nun erschrocken ab, nicht einmal der Hund erkennt noch seinen Meister. Doch wer ist dieser «getreue Eckarth»? Hinter dem ­Namen verbirgt sich eine damals bekannte Sagenfigur, ein zuverlässiger und heldenhafter Freund und Be­rater, der sich in der deutschen Literatur von Tieck bis Goethe niedergeschlagen hat.