Résumé
Dans deux arrêts de principe rendus récemment, le Tribunal fédéral a modifié sa jurisprudence de longue date très controversée en matière de troubles psychiques. Selon l’ATF 143 V 418 et l’ATF 143 V 409, l’élément déterminant en cas de troubles psychiques sous la forme d’une dépression n’est plus le diagnostic seul, mais la mesure dans laquelle l’affection diagnostiquée a effectivement un effet limitatif sur la capacité de travail de la personne concernée.
Einleitung
In seiner aktuellen Rechtsprechung änderte das Bundesgericht seine jahrelange Praxis, nach welcher Depressionen leichter- bis mittelgradiger Natur keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründen konnten. Gemäss heutiger Rechtslage ist bei psychischen Leiden in Form einer Depression nicht mehr allein die Diagnose entscheidend, sondern inwiefern sich das diagnostizierte Leiden auf die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person tatsächlich leistungslimitierend auswirkt. Aus diesem Grund ist seit den Leitentscheiden BGE 143 V 418 und BGE 143 V 409 bei sämtlichen psychischen Gesundheitsleiden – wie bei den psychosomatischen Beschwerdebildern – ein strukturiertes Beweisverfahren anhand der vom Bundesgericht in BGE 141 V 281 genannten Indikatoren durchzuführen. Ausnahmen von diesem strukturierten Beweisverfahren sind nur in besonderen Ausnahmefällen möglich.