Auch letztes Jahr fand am 10. Dezember wieder die feierliche Zeremonie statt. Der schwedische König übergab in Stockholm die Nobelpreise für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Literatur. Gleichzeitig fand in Bern ein vom Institut für Medizingeschichte und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf organisiertes Symposium statt, das sich kritisch mit der Frage nach der Geschichte und dem Nutzen von Preisen für die Forschung befasste. Einen offensichtlichen Nutzen hob der schwedische Botschafter in der Schweiz, Magnus Hartog-Holm, gleich zu Beginn in seinem Grusswort hervor: «Die Aura der Exzellenz rund um den Nobelpreis stärkt das Bild von Schweden als Wissenschafts- und Kulturnation.» Er verdeutlichte damit, wie sehr der Nobelpreis über alle anderen Auszeichnungen hinausragt.