Die ursprüngliche Idee, Patienten systematisch nach ihrer Zufriedenheit zu befragen, hatte der Berner Chirurg Theodor Kocher (1841–1917), bekannt durch seine Arbeiten zur Pathologie und Chirurgie der Schilddrüse. Operationsbedingte Schädigungen des Nervus recurrens erschwerten jedoch die Durchführung der Befragungen und sorgten für eine schlechte Rücklaufquote. Da Kocher von den anfänglichen Schwierigkeiten entmutigt und der anstehenden Verleihung des Nobelpreises abgelenkt war, geriet das Vorhaben von Zufriedenheitsbefragungen anschliessend in Vergessenheit. Es sollten fast 100 Jahre vergehen, bis Medizinhistoriker die «Kocher’sche Idee» wiederentdeckten und die Grundlage für die Entwicklung standardisierter Messinstrumente im vergangenen Jahrzehnt schufen.