Das Durchschnittsalter der Schweizer Hausärztinnen und -ärzte stieg in den letzten zehn Jahren von 51 auf 
55 Jahre, und 15% der Arbeitsleistung werden heute von Hausärzten im Alter über 65 Jahre erbracht [1]. Gemäss derselben Studie werden bis 2025 bis 60% der hausärztlichen Work Force durch altersbedingte Praxisaufgaben verlorengehen. Fast alle (94%) Hausärzte arbeiten selbständig [2]. Deshalb wird es in den nächsten Jahren für die nachkommenden Hausärztinnen und -ärzte ­unzählige Möglichkeiten zu Praxisübernahmen geben. Eine 2011 durchgeführte Studie der Jungen Hausärz­tinnen und -ärzte Schweiz (JHaS) kam jedoch zum Schluss, dass 41% lieber angestellt statt selbständig erwerbend sein möchten [3]. Daraufhin wurde vielfach der Schluss gezogen, dass die Jungen nicht mehr bereit seien, unternehmerische Risiken einzugehen, und schon das Ende der Selbständigkeit der Hausärzte prophezeit. Als wichtiger Grund für den zunehmenden Hausärztemangel wurde teilweise auch die Feminisierung des Arztberufs angeführt, da Teilzeitpensen vor allem von Frauen gewünscht würden.