Hintergrund
Eine Befragung im Rahmen einer Begleitstudie zur Einführung der SwissDRG zeigte, dass die administrative Belastung der akutsomatisch tätigen Ärztinnen und Ärzte (nachfolgend Ärzte) laufend zunimmt [1]. Besonders davon betroffen sind Assistenzärzte, die nur noch ca. einen Drittel ihrer Tagesarbeitszeit für patientennahe medizinische Tätigkeiten aufwenden [2]. Insbesondere an Universitätsspitälern hat das Ausmass an administrativen und koordinativen Funktionen der Assistenzärzte aufgrund der zunehmend anspruchsvollen Betreuung der multimorbiden und komplexen Patienten ein geradezu bedenkliches Ausmass erreicht. So zeigte eine prospektive Studie auf der Inneren Medizin am CHUV, dass die Assistenzärzte lediglich während 16% ihrer Tagesarbeitszeit direkten Patientenkontakt hatten [3]. Die Assistenzärzte verbrachten täglich 5,4 Stunden (46% der Arbeitszeit) am Computer, um Patientenverläufe zu schreiben, Berichte zu verfassen oder für andere patientenbezogene administrative Tätigkeiten. Die verbleibende Tagesarbeitszeit verteilte sich auf andere administrative Aufgaben wie Versicherungsanfragen, Codierungsaufgaben sowie Lehre und Weiterbildung [1, 3].