In regelmässigen Abständen, und das nicht nur zur Grippezeit, ruft die Frage einer Durchimpfung der ­Bevölkerung, vor allem der Kinder und Jugendlichen, äusserst motivierte Befürworter und Gegner auf den Plan. Beide Seiten erheben durchaus Anspruch auf eine Form von Wissenschaftlichkeit, und dies mit einander oft diametral entgegengesetzten Argumenten. Eine Überbrückung des breiten, die beiden Lager entzweienden Grabens scheint aktuell kaum in Sicht. So ist es nicht Ziel dieses Aufsatzes, auf die Einzelheiten der Diskussion einzugehen. Es geht auch nicht um ­einen einseitigen Positionsbezug, obwohl ich zur Materie durchaus meine persönlichen Ansichten habe, die ich mir am Schluss erlauben werde auszudrücken.