Das Tabakproduktegesetz wurde 2016 mit dem Auftrag an den Bundesrat zurückgewiesen, den Jugendschutz zu verankern, aber Werbeverbote zu streichen. Die ­Voten von Parlamentariern [1] liessen Präventions­experten perplex zurück. Ständerat Josef Dittli (FDP) erklärte, keine Daten zu kennen, die «explizit belegen, dass ­Raucherzahlen allein wegen Werbeverboten zurückgehen», und seine Kollegin Karin Keller-Sutter (FDP) versteht den Zusammenhang nicht: «Dies wird nicht näher begründet, es wird einfach eine Korrelation hergestellt.» Obwohl das umfassende Werbe-, Promotions-, und Sponsoringverbot für Tabak Bedingung für die ­Ratifizierung des WHO-Rahmenabkommens zur Eindämmung der Tabakepidemie ist, wurde dieses von keinem Vertreter der Parlamentsmehrheit erwähnt.