Selbsthilfegruppen sind der zentrale Untersuchungsgegenstand einer neuen Studie der Universität Lausanne und der Hochschule Luzern Soziale Arbeitdurch folgende Merkmale gekennzeichnet: (a) Die Mitglieder sind durch das gemeinsame Problem selber betroffen, (b) Ziel ist die wechselseitige Hilfe in Bezug auf das gemeinsame Problem, (c) es finden regelmässige Treffen statt, (d) die Mitgliedschaft ist freiwillig, (e) die Verantwortung für und die Entscheidung über die Gruppe liegt ausschliesslich bei den Mitgliedern, (f) es wird eine möglichst gleichberechtigte Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe angestrebt und (g) es besteht keine Gewinnorientierung. Das Forschungsteam hat über 1000 Kontaktpersonen von Selbsthilfegruppen ein Fragebogen zugestellt. Zusätzlich wurden sechs Fokusgruppen-Interviews mit 46 Teilnehmenden aus den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Jura, Schwyz, Tessin und Waadt und zwölf Gespräche mit Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich geführt. Daraus werden Schlussfolgerungen zu Bedeutung, Nutzen und Grenzen der Selbsthilfe gezogen und Handlungsempfehlungen für verschiedene Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens gegeben.