Die Künstlerin und Naturwissenschaftlerin Maria Sibylla Merian (1647–1717) ist vor allem über ihre farbintensiven, lebensnahen Bilder von Raupen und Schmetterlingen in die Geschichte eingegangen. Weniger bekannt ist, dass diese Bilder einen neuen Typus der naturkundlichen Darstellung verkörperten, die Gruppierung verschiedener Entwicklungsstadien eines Insekts rund um die zugehörige Futterpflanze. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden schliesslich ihre ethnomedizinischen Beiträge wahrgenommen. Dabei stehen diese verschriftlichten Beobachtungen an mehreren Stellen im berühmtesten ihrer Werke, der Metamorphosis insectorum Surinamensium.