Beim Bummel durch die altehrwürdige Universitätsstadt Bologna, angeheitert von studentischem Flair und kulturellem Geist, traf ich auf dieses verblüffende Zitat des Regisseurs Federico Fellini (1920–1993): «La vita è una combinazione di pasta e magia.» Die Bedeutung der Teigwaren ist im italienischen Alltag sicherlich unbestritten, aber wieso soll denn dasselbe auch für die Magie gelten? Klar, wir Ärzte und Ärztinnen begegnen – Stichwort: Plazeboeffekt – im Berufsleben häufig irrationalen Wirkungsweisen, diese beruhen aber auf einer patienteneigenen hoffnungsvollen Erwartung, und nicht auf irgendeiner Art von Magie. Um von einer solchen sprechen zu dürfen, müsste von einer echten – wenn auch okkulten – Einflussnahme ausgegangen werden, so wie sie beispielsweise in der Astrologie oder auch in gewissen paramedizinischen Bereichen postuliert wird. Für die Erstere mag sich heutzutage wohl niemand mehr ernsthaft erwärmen, was von manchen schulmedizinisch unhaltbaren Ansätzen jedoch nicht behauptet werden kann. Es handelt sich hierbei um ein umstrittenes Thema, mit dem wir häufig entweder auf naive Anerkennung oder