Herzen werden vielleicht im Hirn gebrochen

Das Takotsubo-Syndrom (TTS), auch als «Broken-Heart-Syndrom» bekannt, ist eine noch immer weitgehend unerforschte Krankheit. In einem Kooperationsprojekt untersuchten Forschende der Kardiologie des UniversitätsSpitals Zürich und des Neuropsychologischen Instituts der Universität Zürich nun die Hirn­areale von TTS-Patienten mittels modernster funktioneller Magnetresonanztomographie und verglichen sie mit gesunden Probanden. Dabei zeigte sich, dass bei den TTS-Patienten die Aktivität zwischen den Hirnregionen, die für die Verarbeitung emotionaler Prozesse zuständig sind, reduziert war. Untersucht wurden insbesondere die Amygdala, der Hippocampus und der Gyrus cinguli, die für die Emotionskontrolle und Motivation, für das Lernen und das Gedächtnis zuständig sind. Zusätzlich zeigten auch das Default-Mode-Netzwerk des Gehirns, das bei Ruhe oder Nichtstun aktiv ist, als auch das limibische System bei den TTS-Patienten eine reduzierte funktionelle Ruhe.