Es gibt in letzter Zeit wieder jene kleinen, stillen Filme, bei denen man beim Abspann – ganz am Ende, wenn die ersten Kinozuschauer schon längst aus ihren tiefen Plüschsesseln aufstehen – eigentlich noch gerne sitzen bleiben und weiterschauen würde. Die Rede ist nicht von der nächsten Folge von Game of Thrones oder von Netflix-Serien. Wobei, aufgepasst mit der kulturellen Überheblichkeit: Das diesjährige Filmfestival in Venedig hat – im Gegensatz zu den Filmfestspielen in Cannes – diesem im Internet abrufbaren Sender keine Absage erteilt und erntete dafür Szenen-Anerkennung. Und der Goldene Löwe ging denn auch prompt an Roma/Netflix! Bei einigen dieser Filme aber von Stille zu sprechen, würde einer neuen Bedeutung dieses Wortes gleichkommen. Nein, die Rede ist von Filmen, in denen scheinbar unbedeutende, weil alltägliche Geschichten erzählt werden: