Ich habe keine Ahnung, was nach der Praxis sein wird. Ich bin jetzt 62 und mitten drin im Gewusel einer Hausarztpraxis. Ich komme jeden Abend wie gekocht nach Hause. Wenn Sie mich nach einem solchen Praxistag fragten, wie ich mir die «Zukunft nach der Praxis» ausmale – dann würde ich Ihnen ohne zu zögern sagen: Ich wünsche mir nur 5 Minuten Ruhe, kein Gstürm, kein Telefon, kein Gejammer, kein IV-Formular, keine Kostengutsprache, nix. Ich wünschte nur etwas Zeit für mich zu haben, mit meiner Frau eine Tasse Kaffee zu trinken, ohne gleich aufzustehen oder wegzulaufen. Ich wollte nur etwas Zeit, um meine alte taube Katze zu streicheln, mit der ich nicht einmal mehr reden kann.