Die traditionelle chirurgische Ausbildung findet im Operationssaal statt. Übungen an der Leiche oder an Tierkadavern spielen eine untergeordnete Rolle. Mit Einzug minimalinvasiver Techniken in den frühen 1980er Jahren stieg der Bedarf an alternativen Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Es dauerte beinahe 20 Jahre, bis die rasant fortschreitende Computertechnologie die Entwicklung von Simulatoren erlaubte, welche es ermöglichen, die Kompetenzen des Chirurgen stressfrei, risikolos und am lebensnahen Modell mit Originalinstrumenten zu steigern. Heutige Simulatoren, ähnlich jenen in der Flugzeugindustrie, erlauben standardisierte Abläufe, beliebige Wiederholungen, Bewertungen, Dokumentation sowie selbständiges Lernen unter Anleitung der Software in Kombination mit einer optimierten Unterstützung durch erfahrene Kollegen. Fortgeschrittene Modellierungen und Grafikanimationen ermöglichen das Erstellen von einfachen bis komplexen realistischen Trainingsmodulen für das Grundlagentraining sowie das Üben von Routine- bis hin zu selteneren Eingriffen.